Herbstwoche in slowenien


 Rivalta Herbstwoche in Slowenien / Fischen an der Savinja

 

vom 1.- 8. September 2018

 

Wieder einmal nach Slowenien und Fliegenfischen vom Feinsten erleben!?  Darauf haben sich (leider diesmal nur ein kleines Grüppchen von Fischern, nämlich 6), riesig gefreut. Wobei schon im Vorfeld klar war, dass sich einiges geändert hat seit dem letzten mal. Aber davon später.

 

Schreibender und Peter Grob (V), wir beide haben uns entschlossen, die Reise ins ferne Slowenien zusammen und mit einem Auto ‚unter die Räder’ zu nehmen. Peter, der kurz davor noch ein neues Auto gekauft hat (einen Honda CRV), wollte sein neues Prunkstück natürlich gleich richtig einweihen und hegte den Wunsch, mit seinem Wagen zu fahren. Von Villmergen fuhr Peter am Reisetag  (wir haben beschlossen, bereits am Freitag, 31.8. zu reisen, dafür aber unterwegs zu übernachten), zu mir nach Winkel. Morgens um 9 Uhr haben wir sein Auto noch mit meinen Utensilien beladen und uns dann um eine halbe Stunde später von Isabelle verabschiedet. Rein ins Auto, Motorstart und dann: zeigte der Ganghebel des Honda ‚P’ und nochmals ‚P’; oder anders gesagt, es war einfach nicht möglich, einen Gang einzulegen. Fazit: es gab nochmals einen Kaffee und Peter telefonierte mit seinem Garagisten, welchem er sein Leid klagte (notabene ziemlich ‚gehässig’), was in Anbetracht der Umstände (der Fehler war nämlich schon einmal aufgetreten und das neue Auto deswegen fast eine Woche in der Garage), verständlich war. 

Das weitere Problem war auch, dass der vor unserer Garage geparkte Honda das rausfahren meines Autos versperrte. Nun: der Garagist machte sich auf den Weg, um das Auto zu holen, während wir unser Gepäck zwischenzeitlich in meinen BMW umluden. Ein nochmaliger Versuch, den Honda zu bewegen, gelang dann, aber am Armaturenbrett leuchten sämtliche Warnanzeigen. Immerhin konnte wir Peters Auto umparkieren und ich raus fahren.

 

Die Uhr zeigte mittlerweile 1130 Uhr an, höchste Zeit also, um los zu fahren. Bei leichtem Regen führte uns unser Weg Richtung Bodensee. Der Regen wurden konstant stärker und zu alledem auch der erste Stau bei Autobahn-Baustelle in St. Margrethen, wo wir ca. eine halbe Stunde verloren. Bei strömendem Regen führte uns der Weg durch den Arlbergtunnel in Richtung Innsbruck, wo wir nochmals Stau erleben durften. Via Kitzbühel erreichten wir schliesslich Mittersill und der Blick in die Bäche dort liess die ersten Gedanken aufkommen, die da hiessen: hoffentlich nicht dasselbe in Slowenien.
Das Hotel ‚Rauter’ in Matrei erreichten wir gegen 1800 Uhr. Auch Joe und Edith nächtigten dort und gemeinsam genossen wir einen gemütlichen Abend.

 

Samstag-morgen, 0900 Uhr: weiter geht’s in Richtung Slowenien. Bei immer noch starkem Regen fuhren Peter und ich los. Unsere Absicht war, via den Karawanken-Tunnel ans Ziel zu gelangen. Während wir aber Richtung Lienz erneut im Verkehrsstau standen, meldete Radio Ö3 vor dem Karawankentunnel in Richtung Slowenien eine Wartezeit von rund 2 Stunden. Sofort haben wir umdisponiert und sind via Klagenfurt und den Paulisch Sattel ans Ziel gelangt. Diese Variante hat sich gelohnt, denn auf diesem Weg gings zügig voran.

 

Unser Wunsch, dass die Bergkette zwischen Österreich und Slowenien als ‚Wetterscheide’ wirken würde, hat sich nicht erfüllt. Bald einmal konnten wir die ersten Blicke auf die Savinja erhaschen und die waren alles andere als verheissungsvoll. Denn Der Fluss führte Hochwasser. Eine braune Brühe wälzte sich zu Tal.

Ankunft im Sport Center Prodnik, Ljubno, unserer ‚neuen’ Unterkunft. Gespannt waren wir natürlich, was wir hier antreffen würden. Denn; bis dato haben wir ja stets in Luce bei Martina genächtigt, haben aber infolge der immer schlechter werdenden Qualität dieses Logis nun nach Ljubno gewechselt. Und: das hat sich mehr als nur gelohnt. Schöne grosse Zimmer, einfach aber zweckmässig eingerichtet und vor allem sauber, erwarteten uns. Eine richtige Freude!!

 

Gegen Abend waren dann alle 8 Teilnehmer gut am Ziel angekommen und wir genossen unseren ersten gemeinsamen Abend. Das Essen schmeckte vorzüglich und bereits ein erstes Mal wurde uns wieder bewusst, wie extrem günstig man hier gediegen speisen kann!

 

Während Petrus seine Schleusen immer noch offen hielt, wurde schnell klar; zumindest mal morgen ist nichts mit Fischen. Zum Glück hatten wir Rita und Johann Meier bei uns. Die Beiden kennen das Gebiet dort mittlerweile wirklich sehr gut.

Unser Sonntags-Programm:

Zuerst ging’s auf die Suche nach Unterhosen für Peter Grob!!!  Lange Unterhosen notabene!!!!  Fazit: wir wurden fündig, was nicht wundert, wenn sich acht Personen auf die Suche machen nach diesem Utensil. Der Fundgegenstand: ein paar Unterzieh-Hosen, Grösse 164. Eigentlich für Kinder. Aber egal!!  Peter hat die passende ‚Kleidung’ gefunden und sie passt!


Weiter ging’s ins Holzmuseum!!! Tönt im ersten Moment ‚einfach’. Aber das Museum war wirklich interessant und zeigte die Geschichte des Holzabbaus und den Transport der Holzstämme sowie deren Verarbeitung sehr anschaulich. Weiter ging es an einen Nebenfluss der Savinja, wobei auch hier; viel zu viel Wasser und eine braune Brühe.
In einem Seitental machten wir halt in einem kleinen Lokal, das wohl meist von Jägern besucht wird. Aber schliesslich sind wir ja auch Jäger (Wasserjäger). Zum Essen gabs dort nichts, so dass Rita und Johann meinten, weiter oben gebe es noch eine Alphütte, wo man sicher was zu Essen bekommen würde. Ob wir  diese Hütte noch finden?, meinte Johann. Aber einen Versuch ist es ja wert. Steil rauf auf Wald- und Feldwegen wurde nun versucht, das gewünschte Ziel zu erreichen. Beschreibung des Ortes: Stari Stani, 1448 m,eine Hütte zuoberst auf dem Berg, eigentlich ein Skigebiet. Denn die Sesselbahn endet ebenfalls dort und Skilifte führten auf umliegende Bergkuppen.

 

Wir waren die einzigen Gäste dort, das Paar, das die Hütte bewirtschaftete, gab sich aber alle erdenkliche Mühe, unseren Wünschen gerecht zu werden. Sogar dem Wunsch nach Kaffee wurde entsprochen! Wobei es wohl eher ein Wurzelkaffee als ein Bohnenkaffee war. Aber egal: draussen vor der Hütte an der Sonne sitzend (manchmal zogen Nebelschwaden durch und weg war die Sonne), hatten wir es gemütlich. Der Regen: hat sich verabschiedet und für uns ein wenig Hoffnung aufkommen lassen, dass wir bald die Fliegenfischer-Gerte schwingen können. Danke Rita und Johann für die guten ‚Sonntags-Ideen’.

 

Am Montag morgen der erste Blick auf die Savinja: der Pegelstand rückläufig aber stets noch hoch und die Farbe braun.

Trotzdem konnte man uns nun nicht mehr zurück halten, zumindest die meisten von uns. Rita und Johann beschlossen, auf Pilzsuche zu gegen, während dem wir unser Glück am Wasser versuchten. Leider war das nicht ganz so einfach, denn wirklich verheissungsvolle Stellen, die befischt werden konnten, liess der hohe Wasserstand nicht zu. Aber trotzdem: mit der Nymphe konnten die ersten schönen Fangerfolge erzielt werden.

Zu unserer Freude besserte sich das Wetter nun zusehends und der Wasserstand der Savinja näherte sich stets eine wenig mehr dem ‚Normalstand’. Damit verbunden auch die Farbe des Wassers. Dieses wurde von Stunde zu Stunde besser.

 

Ab Dienstag durften wir dann wirklich gute Verhältnisse antreffen und auch mit der Trockenfliege wurden bereits die ersten Fangerfolge verbucht. Auch unser Wunsch, den Lunch gemeinsam draussen zu geniessen, wurde ab Mittwoch möglich. Dank Rita’s transportablen Küche genossen wir Speis und Trank draussen unter einem schattenspendenden Baum.

 

Unsere beiden mitgereisten Lady’s, Moni und Edith; die Beiden haben täglich Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung unternommen. Auch sie konnten so die Zeit in Slowenien geniessen.

 

Am Samstag wurde dann das kleine ‚Rivalta-Grüppli’ wieder auseinander gerissen. Rita und Johann fuhren weiter an die Sava, wo sie noch eine weitere Woche Fischerferien geniessen. Edith und Joe zog’s weiter nach Bosnien, wo Joe in einem auch für ihn neuen Gebiet die ‚Gerte schwingen will’.

 

Moni und Beni sowie Peter und Pedro; unser Kompass zeigte heimwärts. Während die ‚Bruggers’ die Strecke in einem Zug bewältigten, übernachteten die beiden Peter’s nochmals in Matrei.

 

Fazit der Herbstwoche: trotz anfänglichen Schwierigkeiten (wettermässig und auch weiteren ungeplanten Ereignissen): es war eine super Woche mit toller Kameradschaft. Vielen Dank nochmals Rita und Johann für Eure Bereitschaft, der Truppe viele schöne Orte zu zeigen und uns über Mittag mit Speis und Trank verwöhnt zu haben.

 

De Pedro

 

 


 

 

 

  

 


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R. Zimmermann

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